Donnerstag, 22. Juli 2010

Vorgeschichte Kindheit und Schule Teil 1

Ich habe gerade meine Grundschul- und Gymnasiumszeugnisse durchforstet und musste ein wenig lächeln. Gerade in der Grundschule standen häufig Begriffe wie lebhaft oder humorvoll in den Zeugnissen. Oder hier, ich schreib mal ab: "Dabei ist seine Sitzhaltung immer wieder zu korrigieren. Er muss außerdem stets angehalten werden, seinen Arbeitsplatz aufzuräumen, damit er ungehindert arbeiten kann." Das war in der 1. Klasse. Dieser Satz steht so, oder abgewandelt in jedem Zeugnis der Grundschule.
Die Grundschule habe ich aber trotz dieser Tadel relativ problemlos bewältigt und auch meinen Übertritt ins Gymnasium geschafft. Meine schulischen Leistungen fielen ab der 7. Klasse ab und in der 9. Klasse bin ich das erste Mal sitzen geblieben.
Aber was heißt eigentlich schulische Probleme? Wie oben schon erwähnt wurden die meisten meiner Probleme, also schlechte Noten, auf meine Faulheit zurückzuführen. Und von außen betrachtet war ich ja auch faul. Ab einem gewissen Alter (Pubertät) habe ich jede Gelegenheit genutzt unangenehmen Aufgaben zu entkommen. Und je weniger die elterliche Kontrolle wurde, desto weniger wurde der Druck auf mich und desto weniger habe ich mich unangenehmen Aufgaben gewidmet, bis ich eben irgendwann gar nichts für die Schule gemacht habe. In der 9. Klasse habe ich die Hälfte der Zeit geschwänzt. Außerdem fing das Lügen so richtig an. Ich habe durch das ständige Nicht-Erledigen von irgendwelchen Dingen mit kleinen Notlügen begonnen.

Ja, Lügen ist nicht gut. Lügen ist falsch und man verliert das Vertrauen der Menschen um einen herum. Dennoch habe ich es ständig getan. Ich habe erzählt, dass meine Hausaufgaben erledigt wären, hab erzählt dass ich nachmittags nicht ferngeschaut habe, ich hab ganz einfach erzählt was ich wollte, um mir Zeit zu erkaufen, in der ich mir die meisten Male ernsthaft vorgenommen habe, das versäumte auf jeden Fall bald zu erledigen. Und selbst wenn es dann rauskam, habe ich die Sachen noch abgestritten.